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Was Dein Nervensystem Dir sagen würde, wenn Du ihm endlich zuhören würdest

  • migre0
  • 19. März
  • 3 Min. Lesezeit

Was passiert eigentlich in Deinem Nervensystem, wenn alles zu viel wird?

Ein humorvoller Dialog über Überforderung, alte Programme und wie Du Dein Nervensystem beruhigen kannst

Ein Mensch, der völlig überfordert vor einem Einkaufszettel sitzt, während sein Spiegelbild hinter ihm lächelt, weil es sich nur um einen Einkaufszettel handelt.

Ich: „Okay, mal ehrlich… warum bricht manchmal eine winzige Kleinigkeit über mir zusammen wie ein IKEA-Regal, das ich falsch zusammengebaut habe?

Ich bin doch erwachsen. Und warum reagierst du wie eine Katze in der Badewanne?“


Mein Nervensystem: „Weil jemand in Deiner Kindheit die Anleitung verloren hat.

Und ich seitdem jeden Tag improvisiere.“


Wenn das Nervensystem im Alarmmodus lebt


Ich: „Warum fühlt es sich an, als wäre die Welt dauernd ‚zu viel‘?“


Mein Nervensystem: „Weil ich schon früh gelernt habe, immer auf Alarm zu sein.

Und wenn ich auf Alarm bin, sieht sogar ein Einkaufszettel aus wie ein Endgegner.“


Ich: „Gut… aber manchmal benehme ich mich, als hätte die Realität persönlich etwas gegen mich.“


Mein Nervensystem: „Nein. Die Realität ist neutral. Aber wenn ich eng werde, sieht selbst die Kaffeemaschine feindlich aus.“


Ich: „Was meinst du mit eng?“


Mein Nervensystem: „Eng ist, wenn Du glaubst, Du musst etwas sofort lösen.

Eng ist, wenn Du atmest wie ein Luftballon, der kurz vorm Platzen steht.

Eng ist, wenn alles wichtiger ist als Du.“


Der Moment, in dem Dein Nervensystem wieder weit wird


Ich: „Und was passiert, wenn du weit wirst?“


Mein Nervensystem: „Dann wird die Welt wieder normal. Dann erkennst Du, dass 90% Deiner ‚Probleme‘ hormonell waren. Der Rest war Fantasie…

und die Hälfte davon nicht einmal Deine.“


Ich: „Warum bin ich so anfällig für Überforderung?“


Mein Nervensystem: „Weil früher niemand gesagt hat: ‚Du bist sicher.‘

Also habe ich gelernt, immer vorbereitet zu sein. Auf alles. Immer.

Komplett unnötig — aber hey, ich bin konsequent.“


Ich: „Warum fühle ich mich manchmal machtlos?“


Mein Nervensystem: „Weil ich Dir dann ein altes Programm vorspiele. ‚Du musst Dich klein machen, sonst passiert etwas.‘

Spoiler: Es passiert nichts.“


Nervensystem beruhigen: Der eigentliche Wendepunkt


Ich: „Und wenn ich beginne, dich zu beruhigen…?“


Mein Nervensystem: „Dann pass auf: Plötzlich fühlst Du Dich größer als Deine Probleme. Nicht weil die Probleme verschwinden, sondern weil Du endlich aus einer erwachsenen Körperhaltung sprichst und nicht mehr aus einem zehnjährigen Reflex.“


Ich: „Was ist also der eigentliche Wendepunkt?“


Mein Nervensystem: „Der Moment, in dem Du deine alten Geschichten nicht mehr für Wahrheit hältst. Der Moment, in dem Du atmest, bevor Du reagierst.

Der Moment, in dem Du spürst: Ich bin sicher – jetzt kann ich anders handeln.“


Warum Entwicklung selten geradlinig verläuft


Ich: „Und was, wenn ich wieder in meine alten Muster zurückfalle?“


Mein Nervensystem: „Dann entspann Dich. Ich falle auch ständig rein. Ich bin das Nervensystem, nicht die Erleuchtung. Wir lernen hier zusammen — mit zwei Schritten vorwärts und einem zurück. Das nennt man Entwicklung. Oder Tanzen.

Je nachdem, wie man es sehen will.“


Ich: „Warum wirkt plötzlich alles so viel klarer als früher?“


Mein Nervensystem: „Weil Du aufgehört hast, mich für einen Feind zu halten.

Weil Du zum ersten Mal mit mir statt gegen mich arbeitest. Und wenn ich sicher bin, öffnet sich Dein Bewusstsein schneller als eine Packung Kekse nach 22 Uhr.“


Ich: „Letzte Frage: Was bleibt, wenn ich Dich wirklich ernst nehme?“


Mein Nervensystem: „Ein Boden in Dir, der tragfähig ist. Keine Übermacht im Außen.

Kein Drama in Dir. Nur Klarheit. Ruhe. Und ein inneres ‚Ich bin hier. Und ich kann das.‘

Mehr brauchst Du nicht.“



Vielleicht hast Du beim Lesen gemerkt, dass Dein Nervensystem manchmal ganz ähnliche Geschichten erzählt.


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Und wenn Du gerade selbst in einer Phase bist, in der Dein System oft eng wird und Du lernen möchtest, Dein Nervensystem beruhigen zu können, begleite ich Menschen auch persönlich in solchen Prozessen.


Mehr über meine Begleitung findest Du hier: Begleitung & Coaching


Manchmal reicht schon ein Gespräch, um wieder etwas mehr Boden unter den Füssen zu spüren.

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