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Wenn Du Nähe willst – und sie trotzdem nicht aushältst

  • migre0
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 10 Stunden


Ein Ort, an dem sich zwei Wege voneinander trennen. Das Ziel ist im Nebel nicht erkennbar und doch, scheinen sie sich auf das selbe Ziel zuzubewegen.

Nach all den Jahren ist es wirklich geschehen.

Ich habe nicht mehr daran geglaubt.

So viele Jahre war ich allein.

Und jede Beziehung vorher, hat mir eigentlich nur gezeigt, dass es besser für mich ist, allein zu sein.


Ich habe eine Frau kennengelernt.

Ein wundervoller Mensch.

Wunderschön, selbstständig, reflektiert.

Ich brauchte nur ein ein wenig Zeit mit ihr verbringen und ich wusste sofort:

Das ist sie!

Nicht wie früher. Nicht aufregend. Nicht spektakulär.

Einfach klar.


Sie hat die letzten 4 Tage mit mir in meinem Haus verbracht.

Ohne Sex. Mit nur wenigen Berührungen.

Aber echter Begegnung.


Angst vor Nähe: Wenn Sehnsucht und Rückzug gleichzeitig da sind


Und dann, am Tag als sie wieder ging, konnte ich es kaum erwarten, wieder allein zu sein.

Schon allein der Gedanke erschien mir paradox.

Ich sehne mich so sehr nach Nähe. Nach echter Begegnung. Nach Tiefe.

Und dann ist sie endlich da und ich freue mich darauf, sie nicht mehr zu haben.

Ist es nun Sehnsucht? Oder vielleicht doch eine Form von Angst vor Nähe?

Oder beides?


Nun ist sie weg. Und mich zerreisst es fast.

Ich will ja, dass sie hier bei mir ist. Aber ich bin froh, dass sie es nicht ist.

Bin ich irgendwie krank?


Nein, ich glaube, ich bin gesund.


Warum mit Dir nichts falsch ist


Ich beginne nur gerade, ein für mich passendes Modell von Partnerschaft zu ergründen.

Denn das, was ich vorgelebt bekommen habe, war nie meins.

Ein gemeinsames Haus, ein gemeinsames Bett, ein gemeinsames Leben.

Das hat nie für mich funktioniert.

Denn ohne ein beständiges und gesundes Ich, kann kein beständiges und gesundes Wir entstehen.


Also nehme ich es so an, wie es ist.

Beides darf sein.

Die Sehnsucht nach Nähe und das Verlangen nach Einsamkeit.

Nicht entweder oder.

Beides.

Und das Gefühl, das zwischen diesen beiden Polen entsteht, ist meins.

Nicht schön, nicht angenehm. Aber echt.



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Und falls Du diesen Weg nicht allein gehen möchtest, kannst Du hier ein Gespräch mit mir buchen.


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